Das Album ‚Diem supremum obire’

Dem Titel des Albums entsprechend (lat.: dem letzten Tag entgegengehen) beschäftigt das Album sich mit den verschiedenen Facetten des Todes, ohne dabei jedoch banal, pathosschwanger oder romantisch verklärt zu wirken. Vielmehr beschäftigen sich Texte und Musik des Albums mit der mannigfaltigen Ausprägung des ‚letzten Tages’ und spannen damit einen musikalischen und textlichen Stimmungsbogen von leichtfüßig bis schwermütig, von hoffnungsvoll bis verzweifelt, von sehnsüchtig bis aggressiv. Die, für DIODATI typische, Herangehensweise und Handschrift bleibt dabei trotz der inhaltlichen und künstlerischen Vielfalt, die einem die einzelnen Lieder bieten, immer unverkennbar. Manchmal sehr reduziert, manchmal opulent, bisweilen sehr klassisch und auch durchaus experimentell, aber immer mit einem Hauptaugenmerk auf durchdachte Kompositionen, intelligente Texte und einem künstlerisch stimmigen Gesamtkonzept, das nach wie vor Versatzstücke aus der klassischen Literatur und Musik miteinbindet. Gerade für die Anlehnungen an der Literatur haben sich Diodati für dieses Album renommierte Unterstützung ins Studio geholt. So wurden zusätzlich zu Gastmusikern der Autor Christian von Aster mit einem Schillertext und Marcus Testory (Chamber, ASP) mit einem Text von Wilhelm Busch betraut, um das Werk in seiner Vielschichtigkeit nicht nur musikalisch, sondern auch sprachlich abzurunden.